Ruhr Nachrichten vom 18. Juni 2009

Schutz vor Hochwasser

Regenrückhaltebecken an der Olpketalstraße fertig gestellt

Von Dennis Werner 

KIRCHHÖRDE Viele Bürger werden das Hochwasser im Juli 2008 noch im Hinterkopf haben. Damit sich dies nicht noch einmal so dramatisch endet, ist an der Olpketalstraße ein neues Regenrückhaltebecken entstanden.

„2008 – das war ein Ereignis, wie es alles 10.000 Jahre vorkommt“, berichtete Dr. Christian Falk, beim Tiefbauamt zuständig für Kanäle und Wasser. Das Hochwasser im Mai, das den Stadtbezirk in Atem hielt, komme in dieser Form alle hundert Jahre vor. So die gängige Regel. Doch Dr. Falk schränkte ein, dass in Zukunft häufiger mit Unwettern zu rechnen sei. Die Stadt Dortmund trage dem Rechnung und versuche, dem Problem mit Regenrückhaltebecken Herr zu werden, sagte Stadtdirektor Ullrich Sierau, der das eben fertig gestellte Drosselwerk an der Olpketalstraße besichtigte.

Bei Jahrhunderthochwasser können Probleme auftauchen
Allerdings seien auch hier die Möglichkeiten begrenzt, schränkte er ein. „Die Bauwerke verhindern zwar Überflutungen, aber ein Jahrhunderthochwasser schaffen sie auch nicht. Das wäre finanziell nicht machbar,“ sagte er, und die Bauwerke müssten so groß sein, dass sie sich nicht mehr in die Umwelt einfügten. Das Bauwerk am Olpkebach sei in seiner Größe noch vertretbar: Der Bach wurde verbreitert, das Tal vertieft und das Bauwerk lädt zum Blick in das Olpketal ein. Das Dach des Drosselwerks dient als Plattform.

Ökologische Umgestaltung des Olpkebaches
6.000 Kubikmeter Wasser soll es zurückhalten können. Kommt zu viel Wasser an, so dass das kleine Rohr die einströmenden Massen nicht mehr fassen kann, ergießt es sich ins Tal und läuft nicht mehr über die Straße. Bedenken von Anwohnern, dass sich Gehölze vor den Gittern des Drosselwerks sammelten und dadurch zu Überschwemmungen führten, zerstreute Dr. Falk. Oben im Wald soll das Gehölz mit einem Absperrgitter gesammelt werden. Die nächste Baumaßnahme steht auch bereits an: In 14 Tagen soll der Olpkebach im Bereich Heiduferweg ökologisch umgestaltet werden.

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