Ruhr Nachrichten vom 15. April 2009

Bauwerk schützt Lück lemberger vor Hochwasser

LÜCKLEMBERG Bei heftigen Regenfällen droht am Olpketalbach Hochwasser. Ein Regenrückhaltebecken soll jetzt dafür sorgen, dass das Wasser nicht in die Keller der Anwohner läuft.

Der Olpkebach in Lücklemberg sieht zurzeit wie eine Pfütze aus: Nur leicht fließt das Wasser, ein richtiges Becken hat er entlang der Olpketalstraße nicht. Das in diesen Tagen harmlos anmutende Gewässer kann jedoch zum Problem werden. Besonders, wenn es viel regnet.
Schon jetzt drückt das Gewässer in die Keller einiger Anwohner. Um sie in Zukunft besser vor Hochwasser zu schützen, werden die Wiesenflächen parallel zur Olpketalstraße als Rückhalteraum umgebaut. Bagger ziehen eine Schneise, die das künftige Bett des Bachs darstellen soll.

Drosselbauwerk soll Fluten zurückhalten
Entlang der Zufahrt zur ehemaligen Kinderklinik und der Olpketalstraße erstellen Arbeiter eine maximal 1, 50 Meter hohe Wallung. Sie soll sich gut in die Landschaft einfügen. Wassermassen, die das Rinnsal bei Regen anschwellen lassen, sollen dann durch ein so genanntes Drosselbauwerk mit Überlauf zurück gehalten werden. Der Überlauf ist an die bestehende Verrohrung des Olpkebaches unterhalb der Zufahrt zur ehemaligen Kinderklinik angeschlossen werden. Außerdem wird es eine Entlastungsleitung geben. Der Olpkebach entspringt im Bereich des Autobahnkreuzes Dortmund-Süd.
 
Bach fördert Gehölz und Schlamm
Er fließt durch den Dortmunder Stadtforst. Bei starkem Regen nimmt er von dort Gehölz und Schlamm mit, sodass das derzeitige Bachbett immer weiter verschlammt. Das ärgert einige Anwohner, denn das Wasser dringt in ihre Keller ein – nicht zuletzt, weil das Olpketal im Laufe der Jahre immer weiter angehoben wurde. Der Bach liegt mittlerweile auf Höhe der Kellerräume.
Die Maßnahme kostet etwa 180.000 Euro, zu 80 Prozent gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen. Sie soll bis Juni 2009 fertig gestellt sein.

zurück