Ruhr Nachrichten vom 13. September 2008

Hombruch: SPD
gegenSchoko-Ticket-Kürzung

Von Jörg Bauerfeld am 12. September 2008 

KIRCHHÖRDE "Entweder das Schokoticket wird von der Verwaltung weiter subventioniert, oder im Bereich der Hagener Straße müssen verkehrssichernde Maßnahmen getroffen werden, damit weiterhin ein sicherer Schulweg gewährleistet ist." Bezirksvertreter Michael Meurer (SPD) ist ziemlich sauer.

Michael Meurer und Ingrid Krämer-Knorrwollen den sicheren Schulweg am besten mit Schokoticket. (Foto: Jörg Bauerfeld)

 

Der Grund für den Unmut des Politikers ist die Idee des Schulverwaltungsamtes durch die teilweise Rücknahme des Schokotickets (ab dem 1. Oktober) den Geldsäckel der Stadt zu entlasten. Im Bereich Kirchhörde betrifft das 21 Schüler, die die Olpketal-Grundschule besuchen.
Die wohnen zwar nicht die geforderten "mehr als 2 km" von der Schule entfernt, kamen jedoch in den Genuss einer Sonderegelung - aufgrund eines gefährlichen Schulwegs.

Gefahr hat sich In Luft aufgelöst

Diese Gefährdung hat sich, laut Schulverwaltungsamt, scheinbar in Luft aufgelöst. Und das, obwohl sich das Verkehrsaufkommen auf besagten Schulweg in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert hat.
Zudem müssen die Schüler einen engen Straßentunnel passieren und im Kreuzungsbereich Hagener Straße/Olpketalstraße die viel befahrene Hagener Straße queren. Ein gefährlicher Hindernislauf.

Begründung ist nicht hinnehmbar

"Die Begründung der Verwaltung können wir so nicht hinnehmen", sagt Ratsmitglied Ingrid Krämer-Knorr (SPD). Allein bei dem Gedanken, mit den im Falle der Olpketal-Schüler gesparten 315 Euro im Monat den Haushalt der Stadt zu entlasten, können die SPD-Politiker nur mit dem Kopf schütteln.

So regt sich in Kirchhörder nun der Widerstand gegen den Vorstoß des Schulverwaltungsamtes. Eltern und Politik ziehen an einem Strang. Sie fordern zumindest eine Schulwegsicherung, falls das Schulverwaltungsamt ernst macht. Die SPD-Fraktion wird in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Hombruch (23.9.) einen Dringlichkeitsantrag zum Thema Schokoticket stellen. Ein weiterer Ortstermin soll endgültige Klärung bringen.

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