Ruhrnachrichten vom 17. Februar 2007

Dortmund-Süd

Stadt soll Tacheles reden

Lücklemberg - Der SPD-Ortsverein Lücklemberg sieht bei der Bebauung des Bergfeldes (HOM 242) noch erheblichen Klärungsbedarf.

2001 hatten die Sozialdemokraten dem Bauvorhaben unter bestimmten Voraussetzungen zugestimmt. Eine großzügige Bauweise gehörte zu diesen Bedingungen.

Michael C. Meurer, Vorsitzender des Ortsvereins, fordert nun detaillierte Auskünfte der Stadt hinsichtlich der Bebauung ein. So sei zu klären, ob durch die Teilversieglung der Brachflächen und der daraus resultierenden erschwerten Versickerung des Niederschlagwassers eine Gefährdung bestehe. Außerdem sorgt sich die SPD um gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund der vorhandenen Hochspannungsleitungen. Die RWE gibt eine Abstandsfläche zu den Leitungen von 20 Metern vor.

Ein weiteres Problemfeld, so Meurer, sei eine mögliche Veränderung der verkehrlichen Belastung in anliegenden Straßen. Die SPD fordert die Stadt auf zu prüfen, ob es möglich ist die Straße Am Kramberg auszubauen und an die Zillestraße anzubinden, um den Verkehr gleichmäßiger zu verteilen.

Die Sozialdemokraten warten weiter auf die Ergebnisse der Untersuchungen zu oberflächennahem Bergbau im Baubereich. Diese sollen Aufschluss über mögliche Bergschäden geben.

Schließlich stellt Michael C. Meurer die Frage nach der Vermarktung des Bergfeldes, vor allem vor dem Hintergrund der noch nicht vollständig vermarkteten Baugebiete am Heidehof und an der Bozener Straße. Inwieweit wirkt sich außerdem die Bebauung Im Kühlen Grunde auf Interessenten aus?

Der Ortsverein schlägt vor, die Zahl der geplanten 60 Wohneinheiten zugunsten von Freiflächen, Abständen zu den Hochspannungsleitungen sowie der Versickerung des Oberflächenwassers zu halbieren. Zu klären, seien diese Fragen in einer öffentlichen Veranstaltung.

16. Februar 2007 | Quelle: Quelle: Ruhr Nachrichten

 

zurück