Ruhrnachrichten vom 6. September 2007

Wohnungsverkauf in Kirchhörde: "Die Mieter absichern"

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Kirchhörde - Der Mieterverein informiert die Nachbarn der vor dem Verkauf stehenden Wohnsiedlung an der Kirchhörder Straße 53-57 und 61-63 heute in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt über die Folgen des Eigentümerwechsels. Die Volkswohlbund-Versicherung verkauft die Wohnanlage an die Mondura Liegenschaften AG in der Pfalz.

Mietervereins-Sprecher Helmut Lierhaus - (Foto) bezeichnete die Häuser gestern als "Spekulationsobjekte", bei deren Verkauf auf die Rechte der Mieter geachtet werden müsse. "Wir wollen die Mieter nicht verunsichern und mit den Käufern über den gesetzlichen Schutz hinausgehende Regeln finden", begründete er die Initiative des Mietervereins.

Negative Folgen könnte die von der NRW-Landesregierung gekippte Kündigungssperrfristverordnung haben, weil der Kündigungsschutz jetzt auf nur noch drei Jahre (plus neun Monate abhängig von der Dauer des Mietverhältnisses) begrenzt sei. "Der Mieterverein möchte über ein langfristiges Wohnrecht verhandeln und unbedingt die Mieter absichern, für die ein Umzug eine besondere Härte bedeuten würde", so Lierhaus gestern.

Die Mondura AG zählt nach eigenen Angaben zu den in Deutschland "führenden" Wohnungsprivatisierern. Einkauf, Wertsteigerung, Modernisierung und Renovierung bilden das Kerngeschäft des 1998 gegründeten Unternehmens. 2006 erzielte die AG mit ihrer "Geld & Grund"-Tochtergesellschaft einen Umsatz von über 48 Millionen Euro. Zwischen 1998 und 2005 wurden 5100 Wohnimmobilien privatisiert. - Peter Bandermann

Mieterverein und SPD informieren: Heute 19 Uhr, AWO-Begegnungsstätte, Olpketalstraße 83 a.

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