Ruhrnachrichten vom 25. Mai 2007

Eine runde Sache

hombruch - Bei den drei Ampelfarben Rot, Gelb, und Grün sieht die CDU Schwarz - das mag politisch zutreffen, gilt vor allem aber an den Kreuzungen des Stadtbezirks. Denn dort soll es endlich rund gehen. Auf Kreisverkehren - ohne Ampeln.
Bereits im Mai 2005 hatte Ullrich Sierau - damals noch als Planungsdezernent - auf Anfrage der CDU 7 große, 16 kleine und 38 machbare "Mini"-Kreisverkehre auf eine Hombruch-Straßenkarte geklebt. Jetzt will die CDU von der Theorie in die Praxis: Mit dem Neubau der Olpketalstraße solle an der Kreuzung zur Kirchhörder Straße ein Kreisverkehr die Ampel einrichten.
Endlich anfangen
"Irgendwann müssen wir ja mal damit anfangen", begründete der Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Grotjahn - den neuen Vorstoß, der dem Positivbeispiel am Luisenglück in Hombruch ("Das hat sich bewährt") folgen soll. Für ihn und seinen Fraktionskollegen Hans Semmler - wird der Kreisverkehr-Bau zu langsam voran getrieben, obwohl viele Gründe die Vorfahrt begründen würden. Ein Kreisverkehr
... lässt den Verkehr flüssiger rollen, was den CO²-Ausstoß und den Lärm reduziert,
... ist wegen des geringeren Tempos sicherer,
... sorgt für einen schnelleren Verkehrsfluss ohne Ampeln und ist deshalb billiger,
... sieht mit einer grünen Mittelinsel schöner aus als eine schnöde Ampelkreuzung.
"Dortmund sollte da mal über den Tellerrand hinausblicken", ermutigt auch Bezirksvertreter Semmler zu dieser runden Sache, die in vielen anderen Städten beherzter angepackt werde. Die Ampel-Demontage an der Kirchhörder Straße wäre ein Mini-Verkehr, weshalb Semmler und Grotjahn auch eine große Lösung vorschlagen - und zwar für die Kreuzung Hagener Straße / Zillestraße. Doch da bremse der Landesbetrieb "Straßen.NRW" .
Großes Muster schaffen
"Da müssen wir mal ein Muster schaffen", so Hans-Jürgen Grotjahn. Platz sei genug vorhanden - so auch an der großen Kreuzung Universitätsstraße / Stockumer Straße. Zeit, dass sich auch dort was dreht.
Bei Straßenneubauten müsse der Kreisverkehr grundsätzlich Vorfahrt genießen. Werden Straßen und Kreuzungen saniert, müsse der Kreisverkehr sofort mitgeprüft und gebaut werden, wenn der Verkehrsfluss nicht zu groß sei. Doch da gibt es laut Stadt nur zwei von 64 Kreuzungen im Stadtbezirk, die nicht in Frage kommen: Hauert / B1 und Stockumer Straße / Am Beilstück. Es wird Zeit, dass sich was dreht ... - ban

Dortmunder Zeitung - Freitag, 25. Mai 2007  |  Quelle: Ruhr Nachrichten (Dortmund-Süd)

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