Ruhrnachrichten vom 6. Februar 2007

Dortmund-Süd

"CDU diskriminiert Bürgerwillen"

Kirchhörde - Als "Demokratieverständnis mit Defiziten" beurteilt SPD-Bezirksvertreter Michael C. Meurer - (Foto) die Äußerungen von CDU-Ratsmitglied Matthias Ulrich zu der Unterschriftenaktion für den Erhalt der Kirchhörder Post (wir berichteten). Ulrich hatte Meurer vorgeworfen, den falschen Eindruck zu erwecken, dass mit einer Unterschriftensammlung der Erhalt der Postfiliale möglich sei....

Michael C. Meurer kontert, dass 2300 Unterschriften wohl nur mit viel Phantasie der persönlichen Profilierung eines einzigen Bezirksvertreters zuzuordnen seien. Es sei schade, dass ein Politiker der CDU den Bürgerwillen diskriminiere. Demokratie lebe davon, auch "börsenorientierte Unternehmen" auf ihre sozialen Verpflichtungen hinzuweisen und sie ihre "betriebswirtschaftlichen Entscheidungen" überdenken zu lassen, wenn sie dem Allgemeinwohl widersprächen.

Der SPD-Mann argumentiert weiter, dass gerade auch der Druck aus der Bürgerschaft und der Geschäftswelt die Post früh zu der Garantie veranlasst habe, die im Postgesetz gesicherten Universaldienstleistungen, die Postbankgeschäfte sowie die Schließfächer zu erhalten.

Michael C. Meurer erhebt schließlich Zweifel an dem "Hintergrundgespräch", von dem Matthias Ulrich berichtet hatte. Es sei grotesk, dass nur das Ratsmitglied von der neuen Postagentur wisse, die Post AG selbst aber nicht.

Die Deutsch Post AG erklärte gestern, dass sie "gute Gespräche" führe, aber noch keinen Partner gefunden habe.

05. Februar 2007 | Quelle: Quelle: Ruhr Nachrichten

 

 

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