Ruhrnachrichten vom 10. Januar 2007

Dortmund-Süd

Aussage gegen Aussage

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Kirchhörde - Der Streit um die Zukunft der Post in Kirchhörde geht in die nächste Runde. Wirklich neu sind die Nachrichten nicht, doch sie bleiben kontrovers. Ins gleiche Horn wie die SPD stoßen auch die Gewerbetreibenden Gerd Petrusch - (Foto links) und Thomas Heitmeier - (Foto rechts), die wie die SPD-Genossen in und um Kirchhörde fest davon überzeugt sind, dass die Deutsche Post AG keine Agentur-Partner in Kirchhörde finden werde.

Wie ein Wanderprediger wiederholte Post-Sprecher Achim Gahr gestern das, was sein Unternehmen in den vergangenen Wochen mehrfach betont hatte: "Wir bleiben auf jeden Fall in Kirchhörde - und wir werden auch einen Agenturpartner finden". Mit einem potenziellen Partner habe es aber noch kein Gespräch gegeben.

Die Ortsvereine wollen erfahren haben, dass die Post den Mietvertrag in der Immobilie an der Hagener Straße, wo sie seit Jahr und Tag eine eigene Filiale betreibt, zum 30.6.2007 gekündigt habe. "Das stimmt nicht. Wir haben nicht gekündigt", widerspricht Achim Gahr. Auch der am Montagabend auf einem Pressegespräch der SPD durch Gerd Petrusch und Thomas Heitmeier erneuerten Kritik, dass den Agenturen die Kompetenz der Filialmitarbeiter fehle, widersprach Gahr mit bereits vorgetragenen Argumenten: Kundenumfragen hätten eben doch eine hohe Zufriedenheit ergeben. Das zeichne sich auch in Eving ab, wo der Agenturpartner 20 Stunden länger geöffnet sei als die alte Postfiliale. Gahr: "Wir eröffnen in Kirchhörde eine Agentur und fragen wie an allen Standorten sechs Monate später nach." Die SPD bohrt weiter. - ban

09. Januar 2007 | Quelle: Quelle: Ruhr Nachrichten

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