Ruhrnachrichten vom 5. September 2007

 In Hombruch lebt sich's gut

Hombruch - In Hombruch lebt sich's gut. Dieses Gefühl belegte Stadtdirektor Ullrich Sierau am Montagabend in einer Bürgerversammlung mit Daten zur Stadtbezirksentwicklung.

56417 Menschen wohnen im bevölkerungsreichsten Stadtbezirk, aufgelockert durch Freiflächen wie Rombergpark, Zoo und Bolmke. Mit 10,3% ist die Arbeitslosenquote unterdurchschnittlich, und der Einzelhandel blüht: Zahl, Verkaufsfläche und Umsätze der Betriebe haben in den letzten vier Jahren zugenommen.

Auch die Zukunft zeichnete Sierau positiv mit 46,4 ha Wohnbauflächenreserven, ökologischer Umgestaltung von Emscher und Rüpingsbach, sowie dem geplanten medizinischen Dienstleistungszentrum auf der ehemaligen Fläche der WIHOGA, für die die Investorensuche auf Hochtouren laufe.

Nahversorgung

Die Hombrucher scheinen ihren Stadtbezirk ähnlich positiv zu sehen. Gerade mal 40 Bewohner nutzten die Gelegenheit zur Diskussion.

Durch die Schließung der Plus-Filiale an der Stockumer Straße sieht Inge Albrecht-Winterhoff, Mitglied der Bezirksvertretung, die Nahversorgung in Eichlinghofen gefährdet. "Wir werden alles daran setzen, den Standort zu halten", versprach Sierau. Um Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, sei auch die Nutzung des benachbarten Grundstückes möglich.

Bezirksvertreter Michael Meurer sieht die geplanten 56 Wohneinheiten im Bergfeld und deren verkehrliche Erschließung über den Heideblick sowie die Nähe zu Hochspannungsleitungen problematisch. "Wir prüfen im Moment rauf und runter - auch Abstandsflächen zu Hochspannungsleitungen und den Ausbau des Kramberg", stellte Sierau in Aussicht.

Rüpingsbach

"Wir wollen, dass der Rüpingsbach bis nach Witten begehbar wird", äußerte Ingo Glörfeld - einen lang gehegten Wunsch, dem der Dezernent gerne nachkommt: "Einer von vier geplanten Transferräumen von der Ruhr zur Emscher wird über den Rüpingsbach führen, und den wollen wir in Abstimmung mit der Emschergenossenschaft begehbar und befahrbar machen."

Offen blieb allein die Diskussion mit Walter Neuhaus, der seit den 80er Jahren für den Weiterbau der Universitätsstraße kämpft und Lärm- und Feinstaubbelastung entlang der Stockumer Straße durch die geplante Anbindung der Uni über Vogelpothsweg und Gardenkamp befürchtet. - het

04. September 2007 |

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