Ruhrnachrichten vom 5. Februar 2007

Dortmund-Süd

CDU: Post hat einen Agenturpartner in Kirchhörde

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Kirchhörde - Das Tauziehen um die Zukunft der Post an der Hagener Straße in Kirchhörde hat offenbar ein Ende: CDU-Ratsmitglied Matthias Ulrich - (Foto) hat in einem "Hintergrundgespräch" erfahren, dass die Regionalleitung West der Deutschen Post AG einen Standort für eine Agentur gefunden habe. "Nähere Angaben wollte der Sachbearbeiter nicht machen, da die Post nun die offiziellen Ankündigungswege beschreiten wolle", berichtete der Vorsitzende der Ortsunion für Brünninghausen, Kirchhörde, Lücklemberg und Bittermark gestern beim Neujahrsempfang der AWO in der Bittermark.

Die im Postgesetz verankerten Universaldienstleistungen, die Finanzdienstleistungen der Postbank und auch die Schließfächer müssten erhalten bleiben, sagte der Kommunalpolitiker über die Interessen auch der CDU.

"Individualinteressen"

Anders als die SPD hatte sich die CDU mit öffentlicher Kritik an der Absicht der Post, ihre eigene Filiale zu schließen und einen Agenturpartner zu suchen, zurück gehalten. Als börsennotiertes Unternehmen lasse sich die Post nicht von Individualinteressen leiten. Sie müsse betriebswirtschaftlich handeln. Diese "Individualinteressen" jedoch hätte "ein SPD-Bezirksvertreter" verfolgt. Dessen Namen nennt Matthias Ulrich nicht, jedoch meint er den Lücklemberger Ortsvereinsvorsitzenden Michael C. Meurer, der den "untauglichen Versuch" unternommen habe, den Eindruck zu erwecken, dass mit einer Unterschriftensammlung der Erhalt der Postfiliale möglich sei.

Entscheidung akzeptiert

Zwar würde auch die CDU einen Erhalt der Filiale begrüßen, letztlich "jedoch können wir die Entscheidung der Deutschen Post akzeptieren. Wichtig ist nur, dass wir in Kirchhörde überhaupt weiterhin die Möglichkeiten haben, Postdienstleistungen zu erhalten", so Ulrich am Sonntag.

Richtung Meurer sagte Ulrich weiter, dass dieser sich "persönlich profilieren" wollte und Einflussmöglichkeiten "vorgegaukelt" hätte - Einflussmöglichkeiten, "die er tatsächlich gar nicht hat." - ban

04. Februar 2007 | Quelle: Quelle: Ruhr Nachrichten

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