Ruhrnachrichten vom 28. April 2007

Anwohner sehen hohe Hürden
am Bergfeld

...

Lücklemberg Walter Nikisch vom Stadtplanungsamt hat einen Stapel Gutachten vor sich liegen. Er ist gerüstet für unliebsame Fragen.
Zum Beispiel: Wie geht es weiter mit der geplanten Bebauung des Bergfeldes? Knapp 30 Anwohner haben sich am Donnerstagabend auf Einladung der SPD in der AWO-Begegnungsstätte an der Olpketalstraße getroffen.
Die Feinstaubwerte seien "nicht negativ" und auch für den Abfluss des Niederschlagwassers sei gesorgt, versichert Walter Nikisch der besorgten Runde. Besonders betroffen von baulichen Maßnahmen wären die Anwohner des Heidewegs.
Sie befürchten höhere Verkehrs- und Lärmbelastungen sowie gesundheitliche Risiken durch die unweit stehenden Hochspannungsmasten, wie zum Beispiel Gerhard Brune - (Foto) erklärte.
Die Debatte ist alt, 20 Jahre schon, und trotzdem hat die Stadt Dortmund bisher keine befriedigende Lösung für den Bereich zwischen Zillestraße und B 54 gefunden.
Wo bislang Felder und Wiesen stehen, sollen 60 neue Wohneinheiten mit angrenzenden Grün- und Ausgleichsflächen entstehen (wir berichteten). Dazu ein 1200 m² großer Kinderspielplatz. Damit will die Stadt zahlungskräftige Bürger auf attraktiver Wohnfläche binden und ihrem eigenen Haushalt eine Finanzspritze verpassen.
Die SPD plädiert für einen Mittelweg. "Eine Halbierung der Wohneinheiten ist ein guter Kompromiss für Stadt und Anwohner", sagt SPD-Ratsvertreterin Ingrid Krämer-Knorr.
Die Anwohner des Heidewegs bleiben weiterhin skeptisch, denn einige Fragen können weder die Gutachten noch Walter Nikisch beantworten. Dazu gehört vor allem die der Gesundheitsrisiken durch Starkstrombelastung. - mar

27. April 2007 | Quelle: Quelle: Ruhr Nachrichten

zurück