Baugebiet Lemberger Feld

Das ehemalige Bebauungsplan-Gebiet Lemberger Feld gilt in Dortmund als Beispiel dafür, wie es nicht laufen sollte. Anfang der 80er Jahre begannen die planerischen Vorarbeiten. Am 13. September 1983 stellte die Verwaltung den Entwurf in einer turbulenten Bürgeranhörung vor.   Die zahlreichen Proteste und Anregungen  führten dazu, dass der endgültige Plan erst 1991 fertiggestellt werden konnte.  

Doch dann kam der k.o.:  Weil die Stadt auch von einer Anliegerin der Straße Am Kramberg Erschließungskosten in sechstelliger Höhe einforderte, ließ die Betroffene über Rechtsanwalt und Notar Regeniter (wohnhaft im Heideblick) Klage erheben.   Das Oberverwaltungsgericht Münster gab der Klägerin recht und hob für das Feld den Status eines Bebaungsplans auf.   Konseqenz: Jetzt galten die Vorgaben des Plans nicht mehr, das allgemeine, schwammige Baurecht ließ Bauherren und einige Investoren einfallsreich zu Werke gehen, um überhaupt erschwinglich  bauen zu könnten. Doch Auswüchse blieben aus, es wurde 1,5 geschossig gebaut

Weitere Auswirkungen:  Die Landes-Entwicklungs-Gesellschaft (LEG) hatte den Altbesitzern die Grundstücke für 250 DM pro Quadratmeter  abgekauft. Dieser stieg (auch wegen des Zinsverlusts) bis zum Bau der ersten Häuser im Jahr 1993 auf über 550 DM. 1999 verlangten Bauträger mehr als  750 DM. Im Jahr 2001  wurden sogar 1.000 DM gefordert und gezahlt.  

Veränderungen im Lemberger Feld:  Getreideernte  1987 

Elf Jahre später an der gleichen Stelle - Ecke Schondellestraße / Heideblick.  

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